Hare Bol, Ein traditionelles Sanskrit-Mantra

Sanskrit-Mantra „Hare Bol“, vorgetragen von Alina Kumaris.

Krishna als flötespielender Kuhhirte

Shiva, Vishnu und Brahma sind die drei wichtigsten Götter im Hinduismus. Folglich tauchen sie auch in philosophischen Schriften, die den Yoga und die Meditation betreffen, häufig auf. Brahma gilt dabei als die universale und ungreifbare, unnennbare und immer unsichtbar bleibende Schöpferkraft. Vishnu hingegen inkarniert sich immer wieder, das heißt, er nimmt eine menschliche Gestalt an, fördert die Menschen auf Erden und unterrichtet sie über die geistigen Welten. So gibt es viele Namen für das göttliche Wesen Vishnu und vielleicht der wichtigste ist Krishna. In Form der Hare-Krishna-Bewegung ist die hinduistische Tradition des Verehrens von Vishnu in der Gestalt von Krishna auch in den Westen gekommen.

Hare Bol, sing freudig den Namen des gewählten göttlichen Ideals

Da Krishna einen universalen geistigen Aspekt darstellt, eben denjenigen der aufbauenden, freudigen und das Leben erhaltenden Kräfte, kann die wiederholte Mantra-Rezitation für jedermann von Interesse sein, um eine positive Stimmung und Konzentration zu erzeugen. Man muss dazu nicht Hinduist sein, sondern kann die von vielen Sagen und Geschichten umrahmte Gestalt von Krishna auch als bildhafte Darstellung realer geistiger Kräfte interpretieren. Solche Kräfte sind universal in dem Sinn, als sie über Zeiten und Kulturen hinweg eine Gültigkeit besitzen. Die Sanskrit-Sprache ist jedenfalls eine sehr kraftvolle Sprache, in der Wortlaut und Wortsinn noch sehr nahe beieinander liegen. Sie unterscheidet sich darin sehr von den modernen indoeuropäischen Sprachen. Sie eignet sich deshalb besonders gut zur Rezitation von Mantra mit religiösen oder tiefsinnigen philosophischen Inhalten.

Alle die verschiedenen Attribute und Erzählungen von Krishna können daher nach ihrem tieferen Sinn zu hinterfragt werden, wie beispielsweise der Name Krishna selbst, der zunächst einfach nur „schwarz“ bedeutet. Die klassischen Darstellungen, die Krishna mit dunkelblauer Hautfarbe zeigen, geben eine Ahnung davon, dass es mit dieser dunklen Hautfarbe eine besondere Bewandtnis hat. Tatsächlich soll das Dunkle auf die Farbe der Nacht hinweisen und somit einen Bezug zur Natur des Unendlichen herstellen.

Eine ausführliche Beschreibung zur Gestalt Krishnas und den vielen Sagen und Geschichten, die sich um sie ranken, findet sich im Yoga-Wiki  des deutschen, sich an der Sivananda-Linie orientierenden Yogazentrums Yoga-Vidya.

Bildquelle (17-07-22): Vebidoo.de

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