Lichte Körperformen – Zur Geschichte dieser Ausstellung

Wie kam es zur Idee, eine Ausstellung über die Schönheit im Yoga zu kreieren?

Pfau-Bild von allanlau2000 auf pixabay

Das farbenfrohe und rhythmisch angeordnete Pfauenkleid ist ein Inbegriff von Schönheit.

Der Yogalehrer René Federiksen sandte mir etwa vor zwei Jahren ein Foto vom Handstand mit gleichzeitigem Spagat zu. Die Bewegung wirkte elegant, anmutig und für mich als Yogalehrerin inspirierend. Gleichgewicht und Spannkraft, Feinfühligkeit und Körperformung, Kontrolle und Offenheit kamen zum Ausdruck. René Federiksen ist praktizierender Yogalehrer und besitzt eine berufliche Grundlage als Sportpädagoge. Nach einem persönlichen Gespräch mit ihm wollte ich die Schönheit einer Übung zur Ausstellung bringen. Ich suchte nach Bildern und Darstellungen, aber es entwickelte sich nur dürftig weiter. Denn obwohl es sehr viele Darstellungen von Yoga-Asana im Internet zu finden gibt, widmen sich nur sehr wenige dem Aspekt des Schönen. Meist stehen bei der Betrachtung von Yoga-Übungen gesundheitliche oder sportliche Erwägungen im Vordergrund.

Schließlich stieß ich auf der Suche nach der Schönheit der Asana auf die künstlerischen Bilder von Heinz Grill, die im Mittelpunkt ihrer Aussage mehr die seelische Ausformung einer Empfindung ausdrücken und eine andere Art des Yoga, eben eine künstlerische Art des Yoga darstellen.

Schönheit entwickeln durch Yoga

Nach einiger Zeit meldete sich die Yogalehrerin Gita aus dem englischsprachigen Raum und wir unterhielten uns über die formenden rückwärtsbeugenden Bewegungen von B.K.S. Iyengar. Bei diesen Betrachtungen und Gesprächen fiel mir erstmals die souveräne Dynamik von Iyengar im Brustbereich auf. Ich glaube, man muss die Kunst der Formung, die zuletzt zu einer schönen und gesamten Ausdrucksgebung führt, erst einmal wahrnehmen lernen.

Katze-Bild von Kapa65 auf pixabay

Katzen beeindrucken durch ihre schönen und geschmeidigen Bewegungen.

Im Laufe von einer jahrelangen Beschäftigung mit dem Thema Asana wurde mir erst der verborgene Schönheitssinn, der im menschlichen Körper und seinen Bewegungen liegt, deutlich. Schönheit ist nicht nur eine gegebene Wirklichkeit, sie muss im Yoga entwickelt werden. In leichten oder in schwierigeren Asana kann sich diese entwickeln. Inhaltlich interessant sind in diesem Zusammenhang auch die Ausführungen von Swami Shivananda Radha zur Symbolik der Asana.

Die Schönheit und ihre Gegner

Als ich dann erstmals im Hinblick auf eine Ausstellung über Asana konkret wurde, kam überraschend, wie aus einem Dunkel eine heftige Gegenwehr: eine Frau Marianne Buchmann begann über den Yoga zu hetzen, beleidigte mich und viele andere. Sie selbst gab zu, sie verstehe gar nichts von der Sache, sei aber mit den Sektenreferenten von München in Verbindung. Diese Marianne Buchmann sprach auf hässlichste Weise gegen mein Unternehmen und nachdem ich ihr in meiner Meinung nicht folgen konnte, wurde ich ganz einfach als völlig verblödet hingestellt. Schönheit will man scheinbar, nach meiner Erfahrung, nicht immer haben.

Diese gegnerischen Agitationen jedenfalls bestärkten in mir die Überzeugung, dass ich nun umso mehr die schönen Möglichkeiten der Asana aufzeigen möchte. Die folgende Ausstellung soll jedoch nicht nur ein Spaziergang zwischen ästhetischen Körper-Formungen sein, sondern möchte auch zum Forschen und Fragen anregen: Wie entsteht Schönheit am menschlichen Körper und mit welchen Kriterien manifestiert sie sich in der statischen Phase einer Yoga-Position?

Gerne können auch Sie mir Bilder von schönen Yoga-Positionen zusenden. Sie müssen nicht unbedingt die schwierigsten sein. Ich werde sie entsprechend nach passender Auswahl publizieren. Wenn Sie einen Inhalt in Kürze dazu schreiben können, könnte dies zum Medium Fotografie eine Ergänzung darstellen.

zur Online Ausstellung

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