MBSR-Kurs in Klagenfurt vom 10.01. – 28.02.2019

Veranstaltungshinweis zum achtwöchigen MBSR-Kurs in Klagenfurt unter der Leitung von Dr. Cesare Lino.

Die Abkürzung MBSR steht für Mindfulness Based Stress Reduction. Damit ist eine moderne Meditations- und Körper-Erfahrungstechnik gemeint, die in den 80er Jahren von dem Amerikaner Jon Kabat-Zinn entwickelt wurde. Die Technik basiert auf der buddhistischen Achtsamkeitsmeditation, einem einfachen Yoga-Übungsprogramm und dem sogenannten “Body-Scan”, einer entspannenden Übung zur Wahrnehmung des eigenen Körpers.

Traditionelle Praxis in einem modernen Gewand

Dr. Cesare Lino hat direkt an der Medizin-Universität von Massachusetts die Ausbildung zum MBSR-Trainer absolviert. Auf einmalige Weise ist dort das Center for Mindfulness in Medicine, Health Care and Society an die Universität angegliedert. Die Leistung von Jon Kabat-Zinn besteht darin, dass er die traditionellen orientalischen Praktiken dem modernen Wissenschaftsbetrieb zugänglich gemacht hat und mit der Arbeit an dem von ihm gegründeten Center eine Lücke im Medizinbereich schließt.

Denn der Umgang mit Stress, Ängsten und Schmerzen verlangt gerade im Kliniksektor, aber natürlich auch in vielen anderen Bereichen des modernen Lebens, eine adäquate Antwort. Oft kommt hier die konventionelle Therapie mit Medikamenten an ihre Grenzen und wird hervorragend komplettiert durch die fernöstlichen Praktiken. Hinter dem wenig ansprechenden Begriff “MBSR” verbirgt sich also eine interessante Thematik und es lohnt sich bestimmt auch für gestresste Europäer, den amerikanischen Kursstil kennen zu lernen.

Alle notwendigen Informationen zu dem Kurs finden Sie unter folgendem Link.

Ein notwendiger Paradigmenwechsel

Jon Kabat-Zinn_wikipedia
Der Verhaltensmediziner Jon Kabat-Zinn ist heute 74 Jahre alt.

Mit folgenden Worten schildert Jon Kabat-Zinn selbst die Notwendigkeit zu einer veränderten Lebenseinstellung, die mit der MBSR-Praxis auf lange Sicht einher geht:

Die Arbeit in der Stressklinik gehört zu einem relativ jungen Zweig in der Medizin, der sogenannten Verhaltensmedizin, die Gesundheit und Krankheit unter neuen Gesichtspunkten untersucht und die seit ein paar Jahren viel Beachtung findet. Das neue wissenschaftliche Denken sowie die Forschungsergebnisse auf diesem Gebiet haben dazu geführt, dass die Schulmedizin die Einheit zwischen Geist und Körper zum ersten Mal grundksätzlich anerkennt. Damit geht auch die Einsicht Hand in Hand, dass wir alle so bewusst und aktiv wie möglich an unserer Gesundheit mitwirken und lernen müssen, wie man sie erhält.

Dieser Aspekt, dass man die Verantwortung für die eigenen Gesundheit selbst in die Hand nimmt, scheint mir eine wesentliche Anforderung an die gegenwärtige Kultur zu sein. Hier leisten uns die fernöstlichen Praktiken einen wertvollen Dienst. Dieses Bedürfnis der westlichen Gesellschaft scheinen die großen Yogameister und Meditationslehrer des 19. und 20. Jahrhunderts intuitiv gespürt zu haben und so haben sich denn auch sehr viele gerade in dieser Epoche in den Westen aufgemacht.

Bildquellen (18-12-13): pixabay-geralt, wikipedia

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