Sanskrit Mantra zum Singen Brahmanandam

Brahmanandam parama sukhadam

Brahmanandam

Brahmanandam parama sukhadam, so beginnt das sogenannte Guru-Shloka, der traditionelle Vers aus den alten Sanskrit-Veden, der Verehrung gegenüber der persönlichen Gestalt des Meisters zum Ausdruck bringt. Wenn auch heute ein Personenkult aus spiritueller Hinsicht wenig Sinn macht, so kann man das Mantra auch als allgemeinen Ausdruck von Hingabe an die Realität eines geistigen Kräftewirkens im irdischen Dasein interpretieren. Da die Sanskrit-Sprache von je her eine religiös-philosphische Sprache war, eignet sie sich besonders gut für wiederholte Mantra-Rezitationen.

Ist die Guru-Verehrung noch zeitgemäß?

Das Mantra Brahmanandam wird heute hauptsächlich in Kreisen gepflegt, wo es noch üblich ist, Verehrung gegenüber dem gewählten Meister auszudrücken. Dies ist zum Beispiel der Fall bei den Sivananda-Schulen oder bei Schülern von Paramahansa Yogananda. Natürlich ist es zunächst eine sehr individuelle Frage, welche Form der Beziehung jemand zu seinem Lehrer wählt. Unabhängig davon, wie man sich heute in dieser Hinsicht entscheidet, ist aber der Blick zu den Traditionen Indiens sicher wertvoll. Man wird zum Beispiel feststellen, dass in den längst vergangenen Zeiten eine ganz tiefe Hingabe des persönlichen Lebens an die gewählte Gottheit oder den aufgesuchten Meister selbstverständlich war. Richtet man den Blick dann auf die Gegenwartskultur, kann man Unterschiede bemerken, wie die Hingabe oft einen mehr emotionalen Charakter einnimmt. Fast automatisch erwächst daraus die Frage, welche Form der Hinwendung an einen Lehrer oder Meister heute zeitgemäß und sinnvoll für die Entwicklung sein kann.

Krishnamurti meint zu der Frage nach dem Verhältnis zwischen Lehrer und Schüler:

Im Innewerden der Wahrheit gibt es weder Meister noch Schüler, weder Fortgeschrittene noch Anfänger. Wahrheit ist das Innewerden dessen, was ist, von einem Augenblick zum anderen, unbelastet von dem, was war und was vielleicht noch in die Gegenwart nachwirkt.

(aus Kommentare zum Leben, Band 1)

Bildquelle (17-07-22): yogalife.net

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